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To bee or not to bee? - Insektenhotels nachhaltig anlegen
Dienstag, 1. Februar 2022

To bee or not to bee? - Insektenhotels nachhaltig anlegen

Von 560 heimischen Wildbienenarten sind etwa 25% Hohlraum besiedelnde Bienen. Genau diesen und einige Wespenarten kann mit einem Insektenhotel ein geeigneter Nistplatz geboten werden. Doch dabei gibt es einiges zu beachten – hier eineige Tipps, wie man es richtig macht:

Große Insektenhotels mit vielen unterschiedlichen Materialien für unterschiedliche Tierarten sind nicht zu empfehlen. Sie bleiben entweder leer oder führen zu einer Überpopulation, locken Schädlinge an und erhöhen das Risiko von Infektionen. Auf Elemente für Schmetterlinge und Schwebfliegen kann verzichtet werden, denn diese bleiben in der Regel leer. Hierfür können separate Schwebfliegekästen aufgestellt werden, die eine Wirkung erzielen. Statt einer großen, sollten besser kleine, verteilte Objekte installiert werden. Diese sollten vor Nässe geschützt, platziert werden und in Richtung Süden zeigen. Wildbienen schätzen einen warmen und sonnigen Platz nämlich genauso sehr, wie wir.

Wildbienen und Wildwespen nisten mit Vorliebe in Löchern und Röhren, die zwischen 3 - 10 mm breit und 12 cm tief sein sollten. Als Material eignen sich z.B. Pflanzenstängel, wie Schilf, Knöterich oder Bambus, die z.B in einer leeren Konservendose gebündelt werden können. Das hintere Ende der Röhrchen sollte mit Gips oder Lehm verschlossen sein. Es sollte auch beachtet werden, dass das vordere Ende der Röhrchen möglichst glatt geschnitten ist und keine rauen Kanten oder Splitter aufweist, denn diese könnten die Tiere verletzen. Alternativ können auch gut durchgetrocknete Hartholzblöcke mit hoher Faserdichte (z.B. Esche, Buche oder Eiche) benutzt werden. Die Bohrlöcher sollten dabei unbedingt quer der Faserrichtung erfolgen, damit sie nicht verwittern. Materialien, wie Kunststoff, Pappe und Glas fördern die Pilzbildung und sind damit für den Bau ungeeignet. Anstatt Holz können auch löcherige Ton-, Ziegel-, oder Lehmwände aufgestellt werden.

Das beste Insektenhotel bleibt leer, wenn es an Nahrungsquellen und einer attraktiven Umgebung mangelt. Die wichtigste Grundlage für den Artenschutz ist ein heterogenes Ökosystem. Geeignete Lebensräume sind zum Beispiel Wegränder mit lokalen Wildblumenbewuchs, Obst- und Gemüseplantagen, Wald- und Heckensäume, brache Äcker, Wiesen und Halbtrockenrasen, aber auch Flussauen, Kies- und Lehmgruben, Felshalden, unverfugte Steinmauern und Holzreste. Verschiedene Bodensubstrate sorgen für eine entsprechende Artenvielfalt. In urbanen Gebieten verschwinden diese jedoch zunehmend. Zierblumen, wie Geranien und Rosen, sind für die Ernährung von Wildbienen und heimischen Insektenarten nicht geeignet. Unternehmen und Kommunen sollten daher auf ein nachhaltiges und durchdachtes Begrünungskonzept setzen und auf exotische Monokulturen verzichten. Derzeit werden in vielen urbanen Regionen folgende Maßnahmen erfolgreich umgesetzt:

• Ausweitung von begrünten Fußgängerzonen und Ruhezonen in Innenstädten
• Anlegen von Grünstreifen unter Hochbahnlinien
• Ausdünnung überbauter Plattensiedlungen in Kleinstädten
• Ausbau der Biodiversität auf vorhandenen Grünflächen
• Dach- und Fassadenbepflanzung

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